Das Lied lebt und belebt.
Denn es beschreibt unsere Welt, wie sie war und wie sie immer noch ist. 
Menschliche Emotionen bleiben immer aktuell
Und werden gerade heute vielleicht dringender benötigt als je zuvor.

Bei klassischem Gesang denken wir wohl zunächst an die Oper: Wer kennt sie nicht? Aida, die Königin der Nacht oder die Walküre? Neben Pomp und Vorhang wartet aber als unschätzbares Kleinod die Liedkunst auf Ihre Entdeckung.

Seit Beginn meines Studiums so sehr ans Herz gewachsen, ist das Kunstlied für mich die einfachste, aber gleichzeitig auch die komplexeste Musikform überhaupt: Meist in nur knapp drei Minuten verdichten sich durch Musik und Poesie eine Geschichte, Gefühle, ein Schicksal auf das Prägnanteste. Die Stimme als ureigenstes Ausdrucksinstrument entführt dabei das Publikum zusammen mit den unendlichen Klangmöglichkeiten des Klaviers auf tausend kleine Gefühlsreisen, die sich im Universum eines Liederabends vereinen.

Das Lied verlangt weder eine große Bühne, noch Kostüme oder Schminke, sondern nur zwei Musiker, die aus der Musik und aus sich selbst gestalten. Diese Ehrlichkeit und so gesehen auch diese Schlichtheit berühren mich zutiefst, und werden im Konzertmoment durch den direkten Kontakt zum Publikum noch verstärkt.

Diese höchste Form von Glück möchte ich gerne mit meinem Publikum teilen und Sie für die Liedkunst begeistern. Denn es gibt darin so vieles zu entdecken: Das Leben an sich als Inspirationsquelle, die Idee des Dichters, seine Umsetzung in Worte, die schließlich zur Inspiration der musikalischen Komposition werden.

Die gleissende Walliser Sonne, die mächtigen Walliser Berge sind in meiner Seele eingebrannt. Durch sie singe ich mit einer anderen Kraft. Diesen unendlichen Inspirationsschatz möchte ich mit Ihnen und mit meinen Musiker-Freunden teilen und im RHONEFESTIVAL FÜR LIEDKUNST in meiner Heimatstadt mit ihrem schmucken Barockschloss und dem fürstlichen und akustisch exzellenten Rittersaal zu vereinen.

Franziska A. Heinzen, im Sommer 2017